Übersicht

Ab dem 4. Semester erfolgt nun die Spezialisierung innerhalb einer der folgenden Fachrichtungen:

  • Pflanzenwissenschaften
  • Nutztierwissenschaften
  • Wirtschafts- und Sozialwissenschaften des Landbaus (WiSoLa)

Ich habe mich für die Vertiefungsrichtung WiSoLa entschieden. Deshalb habe ich folgende Pflichtmodule:

  • Agrarmarkt- und Agrarstrukturpolitik
  • Agrarmanagement
  • Investitionstheorie und -praxis im Agribusiness

Hinzu kommen die Module Bodenkunde und Biometrie I und Agrarinformatik. Letzteres ist für alle Studenten des vierten Semesters ein Pflichtmodul. Die Vorlesung Bodenkunde wird aus dem dritten Semester fortgesetzt, allerdings nur bis zur Mitte des Semesters. Ausserdem finden die Geländeübungen erst jetzt im Sommersemester statt.

Weiterhin werden einige sogenannte Wahlpflichtmodule angeboten, von denen man mindestens 6 bis zum Ende des 6. Semesters belegt haben muss. Ich habe mich in diesem Semester für Marketing im Agribusiness und das Unternehmensplanspiel entschieden.

Agrarmarkt- und Agrarstrukturpolitik

Die grobe Gliederung der Vorlesung sieht wie folgt aus:

  • 1. Einführung
  • Teil A: Allgemeiner Teil
  • 2. Internationale Vereinbarungen und agrarpolitische Restriktionen
  • 3. Finanzierung der Agrarpolitik
  • 4. Grundzüge der europäischen Agrarpolitik
  • 5. Messung der Agrarpolitik
  • Teil B: Agrarmarktpolitik
  • 6. Grundzüge der Agrarmarktordnungen
  • 7. Bewertung der marktpolitischen Eingriffe
  • 8. Milchmarkt
  • 9. Zuckermarkt
  • Teil C: Förderung des ländlichen Raumes (Agrarstrukturpolitik)
  • 10. Die Lissabon Strategie und die EU Regionalpolitik
  • 11. EU Politik zur Förderung der ländlichen Entwicklung
  • 12. Förderung des Ländlichen Raumes in der Bundesrepublik Deutschland
  • 13. Agrarsozialpolitik im Rahmen der Agrarstrukturpolitik
  • Jeder dieser Punkte war noch untergliedert. Für genauere Informationen kann man mir eine Mail schreiben.

Agrarmanagement

In dieser Vorlesung soll man Kenntnisse über die Grundlagen der Unternehmensführung bekommen. Dazu sind bestimmte Methoden und Modelle wichtig, die man zum Führen eines Unternehmens braucht. Es werden die wichtigen Themen behandelt, die man als Betriebsleiter oder Controller eines Unternehmens benötigt. Diese Themen sind:

  • Produktionsmanagement
  • Personalmanagement
  • Controlling
  • Risikomanagement
  • Marketing

Nicht alle Kapitel dieser Vorlesung wurden ausführlich behandelt. Beispielsweise wurden für die Themen Personalmanagement, Controlling und Marketing nur jeweils ein bis zwei Vorlesungsstunden verwendet. Da es eine separate Vorlesung zum Marketing gab war das bei diesem Gebiet nicht weiter schlimm. Es ist allerdings schade, dass man nicht mehr über das Personalmanagement erfahren konnte, was ja bei der Führung eines Betriebes von grosser Bedeutung sein kann.

Besonders gefallen hat mir bei diesem Modul, dass wir Gastdozenten zu Besuch hatten, die versucht haben uns eine Sicht aus und in die Praxis zu vermitteln. So war zum Beispiel Herr Dr. Lothar Dippmann von der AGRARIUS Landwirtschaftliche Unternehmensberatungs GmbH da und hat uns Einblicke in das Personalmanagement gegeben.

Die Vorlesung und das Skript wurden in Anlehnung an das Buch "Modernes Agrarmanagement" von Oliver Mußhoff und Norbert Hirschauer gestaltet.

Investitionstheorie und -praxis im Agribusiness

Durch dieses Modul sollte man lernen mit dem Begriff der Investition umzugehen. Man sollte verstehen, was Investition bedeutet und welche verschiedenen Arten es gibt. Ausserdem war es wichtig bestimmte Investitionsrechnungen durchzuführen, um so die Vor- und Nachteile einzelner Investitionen abzuschätzen. Wenn man beispielsweise die Wahl zwischen zwei verschiedenen Investitionen hätte, soll man entscheiden und begründen können welche der Beiden besser ist und warum.

Neben der Einführung und der Vermittlung von Grundlagen waren deshalb weitere wichtige Themen:

  • Finanzmathematische Grundlagen
  • Bestimmung der optimalen Nutzungsdauer von Wirtschaftsgütern
  • Beurteilung von Investitionen (allgemein)
  • Beurteilung von Investitionen unter Berücksichtigung von Unsicherheit
  • Beurteilung von Investitionen unter Berücksichtigung von Steuern

Biometrie I und Agrarinformatik

Dieses Modul war in die beiden genannten Vorlesungen unterteilt. Die Vorlesungen wurden getrennt gehalten und es gab jeweils entsprechende Seminare. Ziel der Vorlesung Biometrie I war es Wissen über grundlegende statistische Maßzahlen sowie Konfidenzintervalle und statistische Tests für Mittelwerte, Varianzen und Wahrscheinlichkeiten zu vermitteln. Man sollte lernen dieses Wissen bei der Bearbeitung von Fachproblemen anzuwenden. Dazu muss man in der Lage sein geeignete Maßzahlen auszuwählen und die entprechenden Tests durchzuführen. Einige dieser statistische Maßzahlen sind z.B.:

  • Maßzahlen der Lage: arithmetisches Mittel, Zentralwert, Dichtemittel
  • Maßzahlen der Variabilität: Spannweite, Varianz, Kovarianz, Variationskoeffizient

Um genauer zu verstehen, wie solche Berechnungen aussehen und wozu man sie verwenden kann, findet man in der folgenden pdf-Datei ein paar Übungsaufgaben:

Ziel der Vorlesung Agrarinformatik war es grundlegendes Wissen über die Komponenten von Informationssystemen und den Anwendungsstand von Informationssystemen im Agrarbereich zu vermitteln. Wir haben uns zunächst angeschaut, was Informatik im Allgemeinen und Agrarinformatik im Speziellen ist. Ausserdem wurde uns erklärt, was es für verschiedene Rechner gibt und wie sie aufgebaut sind. Dieser erste Teil der Vorlesung hat im Großen und Ganzen kein neues Wissen vermittelt.

Der meiner Meinung nach weitaus lehrreichere Teil der Vorlesung war der Teil über Datenbanken und ihre Verwendung, sowie über bestimmte Software des Agrarbereiches. Allerdings hätte ich mir hier gewünscht, dass man sich weniger auf die Datenbankenerstellung mit dem Microsoft Office-Tool Access konzentriert, sondern mehr auf die Software, die Datenkbanken benutzt. Ich denke, dass sich wohl kaum ein Betriebsleiter die Mühe macht und für seine Milchkuhherde eine Datenbank mit Access selbst anlegt. Es gibt fertige Herdenmanagementprogramme von verschiedenen Anbietern landwirtschaftlicher Software, sodass man sie die Arbeit sparen kann. Ausserdem interessant finde ich die verschiedenen Schlagkarteien, die angeboten werden. Damit hätte man sich meiner Meinung nach viel intensiver befassen können, um die Vor- und Nachteile einzelner Programme vielleicht schon jetzt kennen zu lernen.

Unternehmensplanspiel Puten und Perlhühner

Das Unternehmensplanspiel findet jedes Sommersemester statt. Mit 2 Euro kann man sich ein Unternehmen kaufen und am Spiel teilnehmen. Ziel ist es am Ende das meiste Eigenkapital zu besitzen, um zu gewinnen. Die Spielregeln und alles Weitere findet man unter dem folgenden Link:

Die nachfolgenden Dateien könnten ebenfalls interessant sein. Die Excel-Tabelle habe ich mir erstellt, um verschiedene Varianten durchrechnen zu können. Sollte jemand einen Fehler oder Verbesserungsvorschläge haben, dann würde ich mich über eine E-Mail sehr freuen.

Die Hausarbeit war die Prüfungsleistung zu diesem Modeul. Man hat die Anfangsstrategie eines anderen Unternehmens bekommen und musste diese unter anderem hinsichtlich Liquidität und Rentabilität beurteilen.